Wunderwelt Wüste Gobi

Die Wüste Gobi ist die zweitgrößte Wüste der Welt, ein extrem trockener Landstrich, umgeben von Gebirgszügen. An sehr wenigen Stellen der Wüste ist Grün zu finden, wie zum Beispiel in der Geierschlucht, in der saftige Grasdecken und mit etwas Glück auch Wildschafe, Steinböcke und Bartgeier zu finden sind. Zeugnis für die Wiege des legendären Dschingis Khan geben beeindruckende Pferdeherden. Der lebensfeindlichen Umgebung trotzend bildet Gobi einen weiten Lebensraum für Nomaden und Tiere. Mit viel Glück kann man sogar noch ein Exemplar der vom Aussterben bedrohten Schneeleoparden oder Gobi-Bären finden. Auch die bekannte Kaschmir-Ziege ist hier zu finden. Verschüttete Dörfer und Weideland liegen unter Sand, der sogar bis Peking fliegt. Als beste Reisezeit sind die Monate April/Mai oder September/Oktober zu empfehlen. Temperaturschwankungen zwischen minus 25 und plus 40 Grad Celsius sollten bedacht werden.

Faszinierendes Reiseland und geschichtsträchtige Gobi

Diese Wüste ist bekannt als Knotenpunkt der Seidenstraße, als Sprungbrett Chinas ins Weltall und als Ursprungsort des Mongolenimperiums. Dennoch ist und bleibt sie in vielen Ecken eine unbekannte Welt. Wissenschaftler möchten ihre Geheimnisse entdecken und enthüllen. Megadünen verstecken so manche Formen, die nirgendwo sonst auf unserem Planeten zu finden sind. Imposante Sand- und Felsformationen, Salzwassersümpfe und die Nomaden bieten ein faszinierendes Reiseland für immer mehr Touristen. Wenn der sibirische Wind am Wirken ist, können sich unendlich schöne Anblicke ergeben, wie der von frisch gefallenem Schnee verzierter schwarzkieseliger Landschaft und sanft geschwungener Hügel, durch die ein paar Kamele trotten.

Abenteuer Wüste Gobi

Hinter geheimnisvollen Hügeln aus Flugsand versteckt sich die Festung Khara Kohoto, die Schwarze Stadt. Sehenswert ist auch die bis nach Peking reichende Große Mauer mit über sechstausend Kilometern vom Wüstenrand an. Von der größten Stadt im Süden der Wüste, Dalanzangad, die einen kleinen Flughafen bietet, erreicht man Ice-Valley mit immerwährendem Eis. Auch die Kleinen Sanddünen bei Molcog els und das Oydol Tal, in dem sich die Sanddünen in Sichelform mehrere Hundert Meter erheben, ist von dort aus zu erreichen. Die Hongoryn Düne ist eine 40 km lange Sanddüne und führt zum Saxaulwald Baruun Schurguul. Hier haben sich Wüstenpflanzen entwickelt, die bonsaiartig in der Wüste wachsen. Dahinter liegen die roten Canyons die von der Abendsonne in goldrot gefärbt werden. Die Lebensgewohnheiten der Nomaden bekommt man am besten in einer der Kamelkarawanen mit. Schnell fallen einem da die Erzählungen aus 1001 Nacht ein. Welche Motivation oder Sehnsucht einen Reisenden auch immer dazu bestimmen mag, diese Wüste aufzusuchen: Er wird in jedem Fall eine höchst beeindruckende Reise erleben.